U wie Underground Comix

Die Copyrights aller Abbildungen liegen bei den jeweiligen Zeichnern, Verlagen und/oder Fotografen.

Der Begriff Underground Comix stammt ursprünglich aus den USA. Dort nämlich wurde in den 60er Jahren damit begonnen, Sprechblasengeschichten zu publizieren, deren Inhalte sich nicht an die gängigen Normen hielten, die seit Oktober 1954 in den Vereinigten Staaten bezüglich der Veröffentlichung von Sprechblasengeschichten galten. Meist in sehr kleinen Auflagen erschienen Werke, deren zeichnerische Qualität oft sehr mangelhaft war und die sich überwiegend mit den Themen Sex und Gewalt beschäftigten. Mitte der 60er Jahre erfreuten sich die Underground Comix immer größerer Beliebtheit, da es in der Hippie-Bewegung weit verbreitet war, diese zu lesen. Wohl der bekannteste Zeichner des Undergrounds ist Robert Crumb, der mit der Veröffentlichung von Zap Comix Nummer 1, einen nicht unwesentlichen Meilenstein setzte. In weiteren Ausgaben von Zap Comix publizierten dann unter anderem auch Gilbert Shelton (Freak Brothers), Robert Williams, S.Clay Wilson und Manuel Rodriguez. Die Arbeiten dieser Zeichner veröffentli chte in Deutschland als erster der Melzer Verlag. Hier erschienen unter anderem die Bände "The Kinder Kids" (Zeichner: Feininger), "Die Katzenjammer Kids" (Zeichner: Winner) und  die ersten deutschsprachigen "Little Nemo" (Zeichner: McCay) Storys. In enger Verbindung mit dem Melzer Verlag steht das Label "Brumm Comix". In diesem wurden unter anderem die mittlerweile legendären Comicalben "Radical America Comic", "Anne und Hans kriegen ihre Chance" (Zeichner: van den Boogaard), "Pogo" (Zeichner: Kelly) und die "Militanten Panthertanten" (Zeichner: u.a Crumb und Shelton). Vater des Labels war der heute in Los Angeles lebende "Brummbär", der unter "Topp oder Flopp" schon höchstpersönlich seine Meinung zu unseren Internetseiten abgegeben hat! Ebenfalls einer der "Underground-Pioniere" ist Raymond Martin, der Gründer des Labels UPN (Undefinierbare Produkte aus Nürnberg) in größerem Stil.

Er gründete wenig später den Volksverlag und verlegte über viele Jahre Underground Comix jeglicher Art. Seine Magazine U-Comix und Schwermetall werden noch heute vom Alpha Verlag veröffentlicht. Raymond Martin ist es zu verdanken, daß die künstlerisch sehr ansprechenden Arbeiten von Enki Bilal, Jean-Giraud (Moebius), Richard Corben und dem schon erwähnten Robert Crumb, frühzeitig in Deutscher Sprache käuflich zu erwerben waren.