J wie Jean Giraud (Moebius)

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Dieser Mann hat unzähligen Comiclesern mit seinen Geschichten schon viele vergnügliche Stunden bereitet. Waren es in den sechziger und siebziger Jahren die Abenteuer von Leutnant Blueberry - in klassischer Manier - die die Leser in ihren Bann zogen, so schob sich Girauds zweites Ich, Moebius, mit der Gründung von Metal Hurlant (Schwermetall) immer mehr in den Vordergrund und erschloß neue Leserschichten. Moebius entwickelte seine zum Markenzeichen gewordene Strich-Punkt-Technik und begann, sich intensiv mit Psychologie und Esoterik zu beschäftigen. Die Begegnung mit Alexandro Jodorowsky führte zur Inkal-Saga, die für Moebius noch immer etwas ganz besonderes darstellt. Seine High-Tech-Architektur-Zeichnungen sind so außergewöhnlich, daß die amerikanische Filmindustrie auf Moebius´Arbeiten aufmerksam wurde und ihn für die Filme "Blade Runner", "Alien", "Tron"," Willow", "Abyss" und "Das fünfte Element" zur Zusammenarbeit überredete. Moebius Arbeiten sind einerseits sehr technologisch, auf der anderen Seit e aber auch leicht esoterisch mit meditativem Charakter. Jean Giraud wurde am 08.05.1938 in Nogent-sur-Marne geboren. Er sagt über seine Jugend, daß sie "wie bei vielen Jungen auf der Welt ein einziger Western war". Moebius leitet mittlerweile seine eigene Agentur "Starwatcher Graphics Inc." mehr als erfolgreich.

Kurzkommentar:
Die Comicreihe um Leutnant Blueberry ist nach Meinung der Comic Mafia der beste bislang veröffentlichte Westernzyklus. Selbst herausragende Westernfilme haben größte Schwierigkeiten, nur im Entferntesten die Qualität dieser Reihe zu erreichen. Die Arbeiten, die unter dem Namen Moebius veröffentlicht wurden, sind künstlerisch sicherlich absolute Spitzenklasse, die Storys sind allerdings nicht immer leicht verständlich.